ANOA bedauert Klinikschließung

von Lisa Gauch (Kommentare: 0)

ANOA bedauert beabsichtigte Klinikschließung in St. Goar und Oberwesel

  • ANOA für Erhalt von Klinikstrukturen, die Alternativen zu operativen Behandlungen bieten
  • Nichtoperative Komplexbehandlungen des Bewegungssystems werden in Deutschland mehr denn je benötigt
  • Erfolge der Komplexbehandlungen durch Studien belegt
  • ANOA hat umfangreiches Qualitätssicherungs- und Zertifizierungssystem entwickelt

Oberwesel, den 6. November 2019 Die bundesweit tätige Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken (ANOA) nimmt mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass die Geschäftsführung der Marienhaus Holding GmbH die Kliniken in St. Goar und Oberwesel schließen will.

Der Marienhaus-Geschäftsführer Dr. Heinz-Jürgen Scheid hat die Schließung mit „Rahmenbedingungen auf Bundesebene“ begründet, die keine wirtschaftlich tragfähige Zukunftsperspektive für die Kliniken zuließen.

Kommt es zur Schließung verliert die Region ein bei Patienten und Kostenträgern gleichermaßen geschätztes Krankenhaus, in dem Schmerz- und Funktionsstörungen des Bewegungssystems mit nichtoperativen orthopädischen Komplexbehandlungen erfolgreich und effektiv behandelt werden.

Die ANOA spricht sich für den Erhalt von Klinikstrukturen aus, in denen Alternativen zu operativen Behandlungen des Bewegungssystems angeboten werden. ANOA-Präsident Dr. Wolfram Seidel: „Bei der großen Verbreitung von Schmerzstörungen des Bewegungssystems in Deutschland werden mehr denn je Behandlungen benötigt, in denen nichtoperative Elemente der konservativen Orthopädie, der Physiotherapie und der Manuellen Medizin mit spezieller Psychotherapie und wissenschaftlich fundierter Schmerzmedizin kombiniert werden. Nichtoperative Komplexbehandlungen sind erfolgreich und können vergleichsweise effektiv durchgeführt werden, wenn sie den medizinischen Erkenntnissen folgen und von den Verantwortlichen in der Politik, den Krankenkassen und in den Kliniken mit getragen werden.“ Die ANOA Gruppe hat dazu ein umfangreiches Qualitätssicherungs- und Zertifizierungssystem entwickelt und steht in engem im Kontakt mit Krankenkassen und anderen Kostenträgern.

ANOA-Präsident Seidel: „Das ANOA-Präsidium ruft alle Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Krankenkassen dazu auf, sich mit Klinikträgern und Medizinern an einen Tisch zu setzen. Die weitere Durchführung nichtoperativer Schmerz- und Funktionsbehandlungen des Bewegungssystems muss sichergestellt werden.“

Die durch Studien belegten Erfolge der Komplexbehandlungen, die Zufriedenheit der Patienten und der immens große Versorgungsbedarf sollte die Triebfeder dafür sein, dass das erfolgreiche Konzept auch weiterhin zukunftsfähig bleibt, so der ANOA-Präsident.

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Die ANOA
Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinischwissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 29 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädischunfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinischwissenschaftliche Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.

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