ANOA-Verbund am 10. September auf dem Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig präsent

von Lisa Gauch

Deutschen Rheumatologiekongress 2026

Oberwesel, 2. September 2026 – Die Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akutkliniken (ANOA) beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Deutschen Rheumatologiekongress. Im wissenschaftlichen Programm der Veranstaltung in Leipzig gestaltet der medizinisch-wissenschaftliche Klinik-Verbund am Donnerstag, 10. September 2026, von 10.30 bis 12.00 Uhr eine Sitzung zum Thema „Alter schützt vor Bewegung nicht – Rheuma auch nicht“ mit.

Der Deutsche Rheumatologiekongress findet vom 9. bis 12. September 2026 im Congress Center Leipzig statt. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen unter anderem rheumatische Erkrankungen und Alter, neue Therapieansätze bei Autoimmunerkrankungen sowie der fachübergreifende Austausch zur interdisziplinären Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Die Sitzung mit der ID 41 auf der Mehrzweckfläche 1 greift eine zentrale Frage der rheumatologischen Versorgung auf: Wie können Menschen mit rheumatischen Erkrankungen auch im höheren Lebensalter funktionell aktiv und möglichst selbstbestimmt bleiben? Im Mittelpunkt stehen dabei Bewegung, Knochengesundheit, Schmerztherapie und die multimodale Behandlung komplexer Beschwerden des Bewegungssystems.

Den Vorsitz übernehmen Prof. Dr. Hans-Dieter Carl, Nürnberg, und Dr. Jan Holger Holtschmit, Chefarzt am Marienhaus Klinikum St. Wendel-Ottweiler und Präsident der ANOA.

Zwei Vorträge der ANOA im Fokus

Im Fokus der Sitzung stehen zwei Vorträge aus den Reihen der ANOA: In seinem Beitrag „Multimodale rheumatologische Behandlung anno 2026“ erläutert Dr. Jan Holger Holtschmit die Bedeutung eines interdisziplinären, multimodalen Vorgehens bei rheumatologischen Erkrankungen. Gerade wenn Schmerzen, Funktionsbeeinträchtigungen, eingeschränkte Belastbarkeit und chronische Beschwerden zusammenkommen, reicht eine ausschließlich auf einzelne Symptome gerichtete Behandlung häufig nicht aus. Die multimodale rheumatologische Komplexbehandlung nach dem ANOA-Konzept verbindet deshalb medizinische, physiotherapeutische, bewegungstherapeutische, schmerztherapeutische und psychologische Maßnahmen in einem eng abgestimmten Behandlungsprozess.

Mit dem Vortrag „Starke Knochen durch Bewegung?!“ richtet Dr. Jan Holger Holtschmit den Blick anschließend auf die Bedeutung von Bewegung für Knochengesundheit und funktionelle Sicherheit. Bei rheumatischen Erkrankungen kann das Risiko für Osteoporose und Frakturen erhöht sein. Individuell angepasste Bewegung unterstützt nicht nur Muskelkraft, Koordination und Belastbarkeit, sondern kann auch einen wichtigen Beitrag zur Sturzprophylaxe und zum Erhalt der Selbstständigkeit leisten.

Weitere Fachvorträge ergänzen das Programm:

  • Bewegungstherapie bei Rheuma – Wie kann das aussehen?
    Corinna Elling-Audersch, Bonn, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga
  • Wer ist zu alt für eine Endoprothese?
    Prof. Dr. Hans-Dieter Carl, Nürnberg

Dr. Jan Holger Holtschmit: „Alter schützt vor Bewegung nicht – Rheuma auch nicht. Entscheidend ist jedoch, Bewegung nicht als allgemeine Empfehlung zu verstehen, sondern sie individuell, therapeutisch und interdisziplinär einzusetzen. So können wir Behandelnden Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zielführend dabei unterstützen, Funktion, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.“

Weitere Informationen zum Deutschen Rheumatologiekongress und zum wissenschaftlichen Programm unter www.rhkongress.de.