DGPRM-Kongress München

von Lisa Gauch (Kommentare: 0)

DGPRM-Kongress lädt vom 12. bis 14.9. nach München

  • Referenten informieren über neueste Entwicklungen in den Fachgebieten Osteoporose, Gangstörungen, Frührehabilitation und Schmerztherapie
  • Vertreter der ANOA ebenfalls präsent
  • Symposium „Funktionserkrankungen des Bewegungssystems“ am 13.9.

Vom kommenden Donnerstag, 12. September, bis zum Sonnabend, 14. September, lädt der Deutsche Kongress für Physikalische und Rehabilitative Medizin Experten unterschiedlicher Fachgebiete nach München. Der 124. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin (DGPRM-Kongress) bietet auch in diesem Jahr wieder Fachärzten sowie angehenden Fachärzten die Möglichkeit, sich in vielfältigen Tätigkeitsspektren – von der Osteoporose, über die Frührehabilitation bis hin zur Schmerztherapie – in Sessions, Seminaren und Workshops weiterzubilden. Beteiligt sein an dem Kongress werden auch Vertreter der ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken).

Im Fokus: Funktionserkrankungen des Bewegungssystems

Am kommenden Freitag, 13. September, findet ein Symposium statt, auf dem renommierte Schmerzexperten, darunter Vertreter der ANOA, zum Thema „Funktionserkrankungen des Bewegungssystems – Eine Subgruppen von Patienten mit Rückenschmerzen?“ Rede und Antwort stehen.

„Auf dem Symposium werden wir die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Umsetzung des Modells der Funktionserkrankung des Bewegungssystems als Ursache für Schmerzen des Bewegungssystems am Beispiel Rückenschmerz umfassend darstellen“, so Dr. Kay Niemier, Chefarzt Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow in Hagenow (ab 1.1.2020 Mitglied im ANOA-Verbund).

Zum Hintergrund: Chronische Rückenschmerzen sind ein zunehmendes medizinisches und sozialmedizinisches Problem.  Seit mehr als zwei Jahrzehnten werden Rückenschmerzen in spezifische und nicht spezifische Rückenschmerzen unterteilt. Obwohl für diese Einteilung keine ausreichende empirische Evidenz vorliegt, werden Leitlinien auf Grundlage dieser Differenzierung entwickelt und umgesetzt. Eine weitere Differenzierung von nicht spezifischen Rückenschmerzen findet in Klinik und Forschung in der Regel nicht statt. Im Ergebnis stehen nicht spezifische Forschungsergebnisse und schlechte klinische Outcomes.

Befundorientierte Subgruppenbildung als alternativer Ansatz

Ein alternativer Ansatz ist eine Befundorientierte Subgruppenbildung mit dem Ziel der Entwicklung und Evaluation spezifischer Subgruppen basierter Behandlungsstrategien.

Funktionelle Behandlungen (z.B. Manuelle Medizin, Osteopathie, Physiotherapie) werden in der Therapie von akuten und chronischen Rückenschmerzen auf breiter Basis eingesetzt. Die wissenschaftliche Datenbasis ist schmal, aber erste Ergebnisse von komplexen funktionellen Ansätzen auf Grundlage einer entsprechenden Subgruppenbildung sind vielversprechend und sollen auf dem Symposium thematisiert und besprochen werden.

Folgende Vorträge und Referenten erwarten die Teilnehmer des Symposiums in der Zeit von 13.30 bis 15 Uhr in Hörsaal 2:

  1. Von der Funktionsstörung zur Funktionserkrankung des Bewegungssystems – Modellbildung auf Grundlage eines funktionellen Systems (Prof. Dr. Lothar Beyer, Ärztevereinigung Manuelle Medizin, Berlin / Jena)
  1. Spezifischer und nicht spezifischer Rückenschmerz, Fiktion oder Realität? Bietet das Modell der Funktionserkrankungen des Bewegungssystems eine valide Alternative? (Dr. Kay Niemier, Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow, Hagenow)
  1. Psychosoziale Aspekte - Subgruppenbildung auf Grundlage der psychologischen Differentialdiagnostik bei chronischen Kreuzschmerzen. (Dr. Michael Brinkers, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
  1. Subgruppenspezifische Komplexbehandlung des Bewegungssystems, Daten einer Outcomestudie. (Dr. Jan Emmerich, Klinik für Manuelle Medizin, Sana Kliniken Sommerfeld, Kremmen OT Sommerfeld, Mitglied im ANOA-Verbund)

Der ANOA-Verbund ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Veranstaltungsort
Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Marchioninistr. 15
81377 München

Kontakt
Pressebüro ANOA                
Natascha Kompatzki // Mobil: 0176 70 40 43 74
mail@natascha-kompatzki.de

Geschäftsstelle ANOA
Lisa Gauch
Hospitalgasse 11
55430 Oberwesel
Telefon: 06744/712157
info@anoa-kliniken.de
www.anoa-kliniken.de  

Über ANOA
Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 29 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.    

Zurück