Neustart für das Deutsche Schmerz-Zentrum Mainz: ANOA-Verbund würdigt traditionsreiche Klinik als wichtigen Pfeiler der multimodalen Schmerzmedizin

von Lisa Gauch

Deutsches Schmerz-Zentrum Mainz

Mainz, 29. Juni 2026. Mit einem Festakt unter dem Motto „Ein Fest für die Schmerzmedizin“ ist am vergangenen 11. Juni 2026 das Deutsche Schmerz-Zentrum Mainz unter neuer Trägerschaft feierlich eröffnet worden. Dem Neustart war ein langes Ringen um den Erhalt der traditionsreichen Fachklinik vorausgegangen. Schließlich konnte die Klinik dank eines Management-Buyouts gesichert werden. Sie wird seit dem 1. Januar 2026 in neuer Trägerstruktur fortgeführt.

Zu den Gästen der Eröffnungsveranstaltung zählten der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitsministeriums und anderer gesundheitspolitischer Institutionen. Ebenfalls geladen war Dr. Jan Holger Holtschmit, Präsident der Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akutkliniken (ANOA) in Vertretung für den medizinisch-wissenschaftlichen Klinikverbund. Die traditionsreiche Fachklinik in Mainz ist Teil des ANOA-Verbunds und zählt zu den insgesamt 38 Mitgliedskliniken, die nach dem ANOA-Konzept arbeiten.

Dr. Jan Holger Holtschmit: „Dass das Deutsche Schmerz-Zentrum Mainz erhalten werden konnte, ist ein großer Gewinn für die Patientinnen und Patienten, für die spezialisierte Schmerzmedizin und auch für unseren gesamten Klinikverbund der ANOA. Die Fachklinik gehört zu den Gründungshäusern unseres Verbunds und hat die Entwicklung des multimodalen ANOA-Konzeptes über gut zwei Jahrzehnte lang mitgeprägt. Der Fortbestand der Klinik sichert daher eindeutig gewachsene Expertise und ein Versorgungsangebot, das weit über Mainz hinaus ausstrahlt.“

Fachklinik zählt zu den größten Schmerzkliniken Europas

Das Deutsche Schmerz-Zentrum Mainz gehört mit 80 stationären Betten, 24 teilstationären Plätzen sowie rund 6.000 ambulanten Patientenvorstellungen jährlich zu den größten Schmerzkliniken Europas. Als erste Schmerzklinik Deutschlands blickt die Einrichtung auf mehr als vierzig Jahre Erfahrung zurück und verbindet diese mit modernen, evidenzbasierten Behandlungskonzepten.

Im Mittelpunkt stehen die umfassende Diagnostik und die Therapie akuter und chronischer Schmerzen. Das Behandlungsspektrum reicht von konservativen und interdisziplinären multimodalen Verfahren über interventionelle Maßnahmen bis hin zu operativen Therapien. Ein besonderer Fokus liegt auf der engen Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen sowie auf einer patientenzentrierten Versorgung.

Klinik arbeitet erfolgreich und konsequent nach dem ANOA-Konzept

Als Mitglied der ANOA setzt die Klinik konsequent auf das interdisziplinäre, multimodale Therapiekonzept des medizinisch-wissenschaftlichen Klinikverbundes. Dieses verbindet unter anderem medizinische, physiotherapeutische sowie psychologische Ansätze mit weiteren therapeutischen Elementen zu einem ganzheitlichen, interdisziplinären Behandlungskonzept.

Das Zentrum arbeitet eng mit der Universitätsmedizin Mainz zusammen, insbesondere im Rahmen des Interdisziplinären Schmerz-Therapie-Zentrums (IST) sowie des Zentrums für Seltene Erkrankungen (ZSE). Neben der Patientenversorgung engagiert sich die Klinik in Forschung, Lehre sowie Aus- und Weiterbildung im Bereich der Schmerzmedizin.

Zurück