Zentrum für Schmerzmedizin

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Zentrum für Schmerzmedizin aus Letmathe gut integriert

Dr. Wolfgang Welke, Chefarzt im Zentrum für spezielle Schmerzmedizin bei der Sportklinik Hellersen (links) und Dr. Joachim Kaiser, Oberarzt der Speziellen Schmerztherapie.
  • Erfolgreiches 1. Jahr für die Spezielle Schmerzmedizin an der Sportklinik
  • Sportklinik Hellersen ist eine von 31 ANOA-Kliniken
  • Insgesamt 48.000 Patienten werden jährlich behandelt

Lüdenscheid, den 16. Februar 2021 Dr. Wolfang Welke, Chefarzt im Zentrum für spezielle Schmerzmedizin bei der Sportklinik Hellersen, kann sich noch gut an den Kampf um den Erhalt des Marienhospitals in Letmathe erinnern. Und auch an den Anruf von Sportklinik-Vorstand Dirk Burghaus, der anbot, das gesamte Team der Schmerzklinik aus Letmathe zu übernehmen, um die Versorgung der Schmerzpatienten im Märkischen Kreis – auch über die kurzfristige Schließung des Marienhospitals hinaus – sicherzustellen. Man war sich schnell einig, dass hier eine für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit entstehen könnte. Dr. Welke und sein Team wechselten fast geschlossen zur Sportklinik in die großzügig gestalteten neuen Räumlichkeiten. Mittlerweile kann der Chefarzt für Spezielle Schmerzmedizin auf ein erfolgreiches erstes Jahr in Lüdenscheid zurückblicken. Ein Jahr, in dem er und sein Team sich gut eingelebt haben und mit vollem Erfolg die Arbeit in der Schmerzambulanz, Schmerzstation und den OP-Betrieb in bewährter Tradition weiterführen.

Neues Versorgungszentrum für Schmerzmedizin für gesamten Märkischen Kreis

Aufgrund der Schließung des Marienhospitals musste damals alles schnell gehen. Die Schmerzpatienten mussten dringend weiterbehandelt werden. So war es für alle Beteiligen ein Glück, dass der Umzug reibungslos zum 1. November 2019 über die Bühne lief. Besonders freut den Chefarzt: „Fast alle Mitarbeiter meiner früheren Klinik – sowohl aus dem Bereich Pflege als auch die Ärzte – sind mir in die Sportklinik gefolgt.“ Ebenso der Großteil seiner vorherigen Patienten. Basierend auf der langjährigen Erfahrung in Letmathe ist in Lüdenscheid ein Versorgungszentrum für Schmerzmedizin für den gesamten Märkischen Kreis und darüber hinaus entstanden. Die Patienten kommen aus ganz Deutschland – und auch Sportler profitieren von dem erweiterten Angebot der Sportklinik. Seine erste Patientin in der Sportklinik war eine Behindertensportlerin aus dem Olympiakader mit chronischen Schmerzen, die eine Schmerzpumpe erhielt. Dabei wird eine Pumpe implantiert, die das Schmerzmittel direkt an die entsprechende Stelle abgibt.

„Man kann nach unserem ersten Jahr ein kleines Resümee ziehen und sagen: Ein Wechsel bietet oft ungeahnte positive Perspektiven“, sagt Dr. Wolfgang Welke. Die Sportklinik verfügt mit der Übernahme der Letmather Schmerzklinik nicht nur über eine KV Schmerzambulanz, sondern konnte auch ihr bisheriges Spektrum der Schmerztherapie erweitern. Zudem hat Dr. Welke die Multimodale Schmerztherapie von Dr. Ralf Spintge, der im April 2020 in den Ruhestand verabschiedet wurde, übernommen und freut sich darüber, dass diese Therapieform in der Sportklinik durch Physiotherapie und Sportmedizin noch umfangreicher betrieben werden kann, als es in Letmathe möglich war.

Konzept der Schmerzklinik hat Vorstand überzeugt

Auch wenn Dr. Welke manchmal mit etwas Wehmut an seine Letmather Zeit zurückdenkt,
in der Sportklinik hat seine Abteilung eine sehr gute neue Heimat gefunden, wie er findet. Darüber freut sich auch Vorstand Dirk Burghaus. „Wir waren vom Konzept der Schmerzklinik und Dr. Welke überzeugt und manchmal muss man im Leben einfach eine gute Gelegenheit
nutzen. Die Schmerzklinik hat sich hervorragend in die Sportklinik integriert. Der gute Zulauf spricht für sich und die Ergebnisse sind sehr erfreulich. Mit Dr. Welke und seinem Team konnten wir einen erfahrenen Schmerzmediziner mit fast allen altbewährten Mitarbeitern gewinnen. Die Sportklinik ist dadurch für die Zukunft noch besser aufgestellt“, erklärt dieser. Die Schmerzmedizin sei zudem eine sinnvolle Ergänzung für Orthopäden, Wirbelsäulenchirurgen, Traumatologen, konservative Orthopäden sowie Neurochirurgen.

Sportklinik arbeitet nach dem ANOA-Konzept

Die Sportklinik Hellersen ist Mitglied in der ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken). Die Arbeitsgemeinschaft ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 31 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Über die Sportklinik Hellersen

Pro Jahr werden in der Sportklinik rund 8.000 Patienten stationär und 40.000 ambulant behandelt. Dazu zählen rund 500 Kreuzband- und 1.000 Schulter-OPs oder 800 fußchirurgische Eingriffe. Etwa 2.000 Patienten im Jahr werden aufgrund von Rückenbeschwerden konservativ behandelt. Hinzu kommen 1.400 Schmerzpatienten jährlich, die in der Sportklinik Hife finden.

Foto: Schulz

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