Das Deutsche Schmerz-Zentrum Mainz ist eine Fachklinik zur interdisziplinären Diagnostik und
Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Mit 80 stationären Betten, 24 teilstationären Plätzen
und einer Ambulanz mit mehr als ca. 6.000 Patientenvorstellungen im Jahr gehören wir zu den
größten Schmerzkliniken Europas. Die Klinik lebt ihre Tradition als erste Schmerzklinik Deutschlands
mit über 40-jähriger Erfahrung verbunden mit modernen interdisziplinären Konzepten zur
Schmerzbehandlung. Unser Zentrum betreibt Aus- und Weiterbildung, Forschung, Lehre und
Therapieevaluation. Mit der Universitätsmedizin Mainz besteht über Forschung und Lehre hinaus
eine enge Zusammenarbeit über das Interdisziplinäre Schmerz-Therapie-Zentrum (IST) und dem
Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE).
- Wir sind Schmerzmedizin! Wir bieten das komplette Spektrum moderner Schmerzdiagnostik und Behandlungskonzepte für akute und chronische Schmerzen an – von konservativer, interdisziplinär multimodaler, interventioneller bis zu operativer Behandlung.
- Wir leben Interdisziplinarität! Gemeinsame Entscheidungsfindung, abgestimmte Behandlungsstrategien und gegenseitige Expertise prägen unsere tägliche Arbeit. Unsere Stärke entsteht durch enge, wertschätzende Zusammenarbeit. Durch den kontinuierlichen Austausch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen bündeln wir Wissen, Erfahrung und Perspektiven – für eine hochwertige, patientenzentrierte Schmerzversorgung.
- Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt! Wir verstehen uns als Partner und stellen Vertrauen in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und gebündelte Kompetenz ermöglichen Ihnen eine individuelle, ganzheitliche und evidenzbasierte Schmerztherapie. So erreichen Sie mit uns Ziele, die nur zusammen möglich sind.
Wir behandeln Menschen mit akuten und chronischen Schmerzerkrankungen.
Wir kümmern uns unter anderem um:
- Schmerzen im Rücken und Kreuz
- Schmerzen im Nacken- und Schultergürtel
- Schmerz bei Bandscheibenvorfällen oder einer Verengung des Wirbelkanals
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Schmerzen mit mehreren Lokalisationen bis hin zu Ganzkörperschmerzen
- Fibromyalgie
- Schmerz bei Rheumaerkrankungen
- Chronische Schmerzen nach Operationen (z.B. Versteifung der Wirbelsäule, Amputationen)
- Alle Arten von Kopf- und Gesichtsschmerzen, einschließlich Migräne, Spannungskopfschmerzen, Trigeminusneuralgie
- Kopfschmerzen bei Kindern
- Nervenschmerzen, z.B. nach Verletzungen, bei Diabetes mellitus, nach Chemotherapie, Gürtelrose oder bei Nervenreizungen (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Nervenwurzelreizung)
- Schmerzen bei komplexen regionalen Schmerzsyndromen (CRPS, früher Morbus Sudeck)
- Tumorschmerzen
- Schmerzen bei Endometriose
- Viszeraler Schmerz (z.B. chronischer Unterbauchschmerz, Schmerz im Zusammenhang innerer Organe, z.B. bei entzündlichen Darmerkrankungen, chronischer Pankreatitis)
In unserer Institutsambulanz bieten wir spezialisierte Sprechstunden für unterschiedliche Schmerzformen an
- Rückenschmerzen
- Fibromyalgie
- Gelenkschmerzen und Schmerzen bei Rheuma
- Kopf- und Gesichtsschmerzen• Neuropathische Schmerzen
- Tumorschmerzen
- Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen
- Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen
- Schmerzen bei Endometriose und viszerale Schmerzen (z. B. chronische Unterbauchschmerzen oder Schmerzen bei Erkrankungen innerer Organe wie entzündlichen Darmerkrankungen oder chronischer Pankreatitis)
- Operative Schmerztherapie und neurochirurgische Sprechstunde
Auf Grundlage einer umfassenden Schmerzdiagnostik entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen
individuellen Behandlungsplan. Dabei setzen wir auf wissenschaftlich geprüfte Therapiekonzepte und
einen interdisziplinären Ansatz.
Ambulante Behandlung
Über unsere Institutsambulanz können wir Sie sowohl akut als auch langfristig ambulant betreuen.
Die Behandlung erfolgt interdisziplinär und ist auf Ihre persönliche Situation abgestimmt. In der
Ambulanz finden außerdem diagnostische Termine statt, zum Beispiel zur Vorbereitung auf eine
teilstationäre oder stationäre Behandlung sowie zur ambulanten Nachsorge nach einem stationären
Aufenthalt. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, Ihren Hausärztinnen und
Hausärzten sowie ggf. niedergelassenen Schmerztherapeutinnen und -therapeuten stellen wir eine
umfassende, hochspezialisierte schmerzmedizinische Versorgung sicher – auch vor und nach
Operationen.
Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST)
Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie bieten wir sowohl in unserer Tagesklinik als auch
auf unseren Stationen an.
Sie erhalten verständliche Informationen über:
- den Aufbau und die Funktionsweise des Körpers
- Bewegungsabläufe
- die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzen
In täglichen Bewegungsangeboten lernen Sie, wieder Vertrauen in Ihren Körper zu gewinnen und
Freude an Bewegung zu entwickeln. Die psychologische Begleitung hilft dabei, stressbedingte,
emotionale oder soziale Einflussfaktoren zu erkennen und zu verändern sowie hilfreiche Strategien
für Alltag und Beruf zu entwickeln. Zusätzlich vermitteln wir Techniken zur Verbesserung der
Körperwahrnehmung und zur Regulation von Anspannung. Alltags- und berufsbezogene Bewegungen
werden gezielt trainiert, um Einschränkungen abzubauen. Medikamente werden individuell und
verantwortungsvoll eingesetzt – nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, häufig
mit dem Ziel einer schrittweisen Reduktion. Apparative Diagnostik und invasive Maßnahmen
kommen nur in ausgewählten Fällen zum Einsatz. Die Therapie findet überwiegend in Gruppen statt
und wird durch Einzelbehandlungen ergänzt.
Alle IMST-Programme zeichnen sich durch eine hohe Behandlungsintensität aus, die für eine
nachhaltige Veränderung chronischer Schmerzen wichtig ist. Ziel der Behandlung ist es, Ihre
Eigenkompetenz zu stärken und gemeinsam ein Behandlungsprogramm zu entwickeln, das Sie auch
ambulant weiterführen können.
Interventionelle Schmerztherapie
Ergänzend zu medikamentösen und nicht medikamentösen Behandlungsformen kann in bestimmten
Fällen eine interventionelle Therapie sinnvoll sein. Dazu gehören z. B. Injektionen im
rückenmarksnahen Bereich oder an Gelenken. Hierbei werden Lokalanästhetika oder
entzündungshemmende Substanzen gezielt an schmerzauslösende Strukturen eingebracht.
Operative Schmerztherapie
Unsere neurochirurgische Abteilung ist auf operative Verfahren der Schmerztherapie spezialisiert.
Schwerpunkte sind die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule und der Nerven sowie
moderne Verfahren der Neurostimulation und -modulation. Das operative Spektrum reicht von
minimalinvasiven Verfahren bis hin zu komplexeren chirurgischen Eingriffen. Vor jeder Operation
erfolgt eine ausführliche neurochirurgische Untersuchung und eine gemeinsame Besprechung der
Behandlungsoptionen.
Unsere Behandlungsschwerpunkte umfassen unter anderem:
- Mikrochirurgische Eingriffe an der Hals- und Lendenwirbelsäule bei Bandscheibenvorfällen, Wirbelkanalverengungen und Gelenkszysten
- Minimalinvasive Stabilisierungsoperationen (z. B. Osteosynthesen, Spondylodesen)
- Implantation von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule
- Kyphoplastie bei osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen
- Rückenmarksstimulation (SCS) mit modernen, MRT-fähigen Implantaten sowie endoskopische Rhizotomien
- Behandlung peripherer Engpasssyndrome wie Karpaltunnel- oder Kubitalrinnensyndrom, Meralgia paraesthetica und Morton-Neuralgie
- Wirbelsäulennahe Infiltrationen zur Abklärung einer möglichen Operationsindikation
www.deutsches-schmerz-zentrum.de