ANOA auf dem DKOU 2019

von Lisa Gauch (Kommentare: 0)

DKOU 2019: ANOA gleich mit zwei Veranstaltungen präsent

  • Verbund plant, Wahrnehmung der konservativen Orthopädie weiter zu stärken
  • Symposium zu Funktionserkrankungen des Bewegungssystems am 24.10.
  • AKIST möchte über Schmerztherapieverfahren aufklären und OPs vermeiden

Berlin, den 2. Oktober 2019 Vertreter aus 60 Nationen kommen alljährlich in Berlin zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und neueste Erkenntnisse in Orthopädie und Unfallchirurgie zu informieren. Vom kommenden 22. bis 25. Oktober ist es wieder soweit: Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) öffnet seine Pforten und wird rund 11.000 Kongressteilnehmer sowie hochkarätige Referenten an die Spree ziehen. Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist in diesem Jahr ebenfalls mit dabei und präsentiert sich mit zwei Veranstaltungen.

„Unser Ziel ist es, die Wahrnehmung der konservativen Orthopädie als ernst zu nehmende Alternative gegenüber der operativen Orthopädie weiter zu stärken und die Marke ANOA noch bekannter zu machen,“ erklärt ANOA-Geschäftsführer Dr. Matthias Psczolla. „Daher ist der DKOU als größter Kongress Europas in diesem Fachbereich für uns natürlich eine wichtige Bühne, um mit Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland in Kontakt zu treten.“

ANOA-Symposium am Donnerstag, 24. Oktober

So findet am Donnerstag, 24. Oktober, von 14.30 bis 16 Uhr im Raum Weimar 1 (Messe Berlin, Eingang Süd) das ANOA-Symposium unter der Überschrift „Funktionserkrankungen des Bewegungssystems – eine Subgruppe von Patienten mit Rückenschmerzen?“ statt. In den Vorträgen des Symposiums sollen sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Umsetzung des Modells der Funktionserkrankung des Bewegungssystems als Ursache für Schmerzen des Bewegungssystems am Beispiel Rückenschmerz dargestellt werden. Folgende vier Vorträge stehen auf der Agenda:

  1. Spezifischer und nicht spezifischer Rückenschmerz, Fiktion oder Realität? (Dr. Kay Niemier, Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow, Hagenow)
  2. Von der Funktionsstörung zur Funktionserkrankung des Bewegungssystems – Modellbildung auf Grundlage eines funktionellen Systems (Prof. Dr. Lothar Beyer, Ärztevereinigung Manuelle Medizin, Berlin / Jena).
  3. Degenerative Wirbelsäulenveränderungen – Ein Faktor der Chronifizierung von Rückenschmerzen? (NN)
  4. Psychosoziale Aspekte - Subgruppenbildung auf Grundlage der psychologischen Differentialdiagnostik bei chronischen Kreuzschmerzen. (Wolfgang Ritz, Sana Kliniken Sommerfeld, Kremmen)

AKIST Sitzung tagt am Mittwoch, 23. Oktober im Raum Weimar 5

Unter der Leitung von Dr. Hans-Christian Hogrefe (Klinikum Landau SÜW, Bad Bergzabern) und Dr. Holger Holtschmit (Marienhausklinik St. Josef Losheim am See) findet am Mittwoch, 23. Oktober, von 15 bis 16.30 Uhr die Sitzung der Arbeitsgruppe interventionelle Schmerztherapie der ANOA (AKIST) statt. Der Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Schmerztherapieverfahren an der Wirbelsäule, die von den 29 ANOA-Kliniken durchgeführt werden, zu erfassen und zu koordinieren. In einem ersten Schritt wurde online abgefragt, welche Verfahren (Medikamentengabe, Spritzentechniken sowie operative Maßnahmen) in den einzelnen Kliniken durchgeführt werden. Übergeordnetes Ziel der AKIST ist es, im ANOA-Verbund von den Erfahrungen zu profitieren, um zukünftig noch zielgerichteter schmerztherapeutisch arbeiten zu können.

„Auf der AKIST-Sitzung im Oktober werden wir dazu nochmals gemeinsam den Stellenwert der Interventionellen Schmerztherapie im ANOA-Konzept erörtern und die Ergebnisse unserer Online-Umfrage besprechen“, sagt Chefarzt Dr. Holger Holtschmit. Chefarzt Dr. Hans-Christian Hogrefe führt aus: „Für die Zukunft gibt es die Überlegung, eine Art Weißbuch herauszugeben – unter dem Motto: was hat sich bewährt, was ist zu empfehlen. Denn gerade in einer Zeit, in der viele Operationen vermieden werden könnten, ist es wichtig, im Bereich der Interventionellen Schmerztherapieverfahren aufzuklären und erworbenes Wissen zu den vielfältigen Möglichkeiten der Schmerztherapie an die Orthopäden weiterzugeben. Hier besteht Deutschlandweit aktuell noch ein großes Defizit.“

Weitere Informationen zum DKOU-Kongress: https://dkou.org 

Kontakt
Pressebüro ANOA                
Natascha Kompatzki // Mobil: 0176 70 40 43 74
mail@natascha-kompatzki.de

Geschäftsstelle ANOA
Lisa Gauch
Hospitalgasse 11
55430 Oberwesel

Telefon: 06744/712157
info@anoa-kliniken.de
www.anoa-kliniken.de

Die ANOA
Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 29 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.

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