Besonderheiten des ANOA-Konzeptes

von Ida Gaus

beim Deutschen Schmerzkongress und beim DKOU auf der Tagesordnung

  • Vom 17.-20. Oktober steht auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim die enorme Bedeutung des Symptoms Schmerz in der Medizin im Fokus
  • Die ANOA informiert über die befundgerechte und mechanismenorientierte Komplexbehandlung von Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems im Klinikalltag
  • Der Verbund verweist auf langjährige Erfahrungen mit dem ANOA-Konzept
  • Vom 23. bis 26. Oktober befasst sich der DKOU in Berlin mit neuesten Erkenntnissen im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie
  • In einem Symposium sowie in Vorträgen wird die multimodale Komplexbehandlung nach dem ANOA-Konzept vorgestellt und diskutiert

Berlin, den 16. Oktober 2018 Gleich zwei renommierte Kongresse werden in den kommenden beiden Wochen Experten – Mediziner verschiedener Fachgebiete, Psychologen, Therapeuten, Mitarbeiter in der Pflege u.a. –  zum wissenschaftlichen Austausch nach Baden-Württemberg und in die Hauptstadt ziehen: Der jährlich stattfindende Deutsche Schmerzkongress vom 17. bis zum 20. Oktober in Mannheim sowie der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 23. bis zum 26. Oktober in Berlin. An beiden Veranstaltungen werden Vertreter der ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) anwesend sein und in Workshops bzw. Vorträgen die Kongressteilnehmer über die multimodale Komplexbehandlung bei Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems informieren. Zugleich werden sowohl in Mannheim als auch in Berlin die Besonderheiten des ANOA-Konzeptes vorgestellt.

ANOA-Konzept: innerhalb von 15 Jahren stetig weiterentwickelt
Die ANOA, eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind, kann auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen: Seit nunmehr 15 Jahren behandelt der Verbund Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen und hat dafür multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte entwickelt. „Das ANOA-Konzept verbindet orthopädische, manualmedizinische-funktionelle, physiotherapeutische, psychotherapeutische sowie schmerzmedizinische Diagnostik- und Behandlungsansätze“, erläutert ANOA-Präsident Dr. Wolfram Seidel das Verfahren und verweist auf das übergeordnete Ziel der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit seines Verbundes: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die nachhaltigen Möglichkeiten nichtoperativer Verfahren anschaulich darzulegen und bekannter zu machen, damit sich das ANOA-Konzept  auf noch breiterer Ebene im Klinikbereich durchsetzen kann. Damit wäre sehr vielen Patienten nachhaltig geholfen.“

Vorträge der ANOA am 18. Oktober auf dem Deutschen Schmerzkongress
Der Deutsche Schmerzkongress reflektiert die enorme Bedeutung des Symptoms Schmerz in sämtlichen Bereichen der Medizin und das stetige Bemühen der Schmerzexperten, den Schmerz wirksam(er) zu bekämpfen. Unter dem Kongress-Motto FIT FÜR DIE ZUKUNFT werden aktuelle Themen der Medizin wie Telemedizin und eHealth sowie schmerzmedizinspezifische Fragestellungen wie Qualität der stationären Akutschmerztherapie, Schmerzregister, Migräneprophylaxe und neue Schmerzkonzepte behandelt. Da liegt es nahe, dass auch die ANOA über ihr Konzept informiert, das auf neuesten medizinischen Erkenntnissen beruht. In dem Workshop „Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems – Multimodale interdisziplinäre Komplexbehandlung“ wird am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, von 10.30 bis 12 Uhr in drei aufeinanderfolgenden Vorträgen die praktische Umsetzung des ANOA-Konzeptes vorgestellt und diskutiert. „In den Veranstaltungen werden wir die befundgerechte und mechanismenorientierte Komplexbehandlung von Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems im klinischen Alltag aufzeigen“, so ANOA-Präsident Seidel. „Grundlage ist die interdisziplinäre Diagnostik morphologischer, psychologischer Einflussfaktoren sowie von Funktionsbeeinträchtigungen des Bewegungssystems und deren Wertung für das aktuelle Krankheitsgeschehen.“ Auf diese Weise sei die Komplexbehandlung in Behandlungspfaden patientenindividuell umsetzbar.

Ergänzend hierzu werden im Workshop die personellen und strukturellen Voraussetzungen sowie die Finanzierung im DRG-System besprochen. Als Referenten des Workshops mit der übergeordneten Fragestellung „Schmerztherapie quo vadis: ambulant, teilstationär, stationär?“ vor Ort sein werden Dr. Wolfram Seidel (ANOA-Präsident und Sana Kliniken Sommerfeld), Dr. Anke Steinmetz (Loreley-Kliniken St. Goar Oberwesel), Dr. Jan Holger Holtschmit (Marienhausklinik St. Joseph Losheim am See), Dipl.-Psych. Wolfgang Ritz (Sana Kliniken Sommerfeld) sowie Dr. Kay Niemier (Rückenzentrum Hamburg).

ANOA stellt innovatives Konzept in Symposium und Vorträgen auf dem DKOU vor
Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) ist mit zuletzt mehr als 11.600 Teilnehmenden der bedeutendste Kongress des Faches O und U in Deutschland und auch europaweit der größte auf seinem Gebiet. Er wird ausgerichtet von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU). Unter dem Motto „Wir sind O&U“ erwarten die Teilnehmer vom 23. bis 26. Oktober in Berlin zahlreiche Sitzungen und Diskussionsrunden mit internationalen Experten, welche die neuesten Erkenntnisse aus Forschung, Versorgung und Berufspolitik im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie vorstellen. So wird am 25. Oktober von 14.30 bis 16 Uhr ein ANOA-Symposium „Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems – Multimodale interdisziplinäre Komplexbehandlung“ stattfinden. Am 26. Oktober wiederum werden von 11 bis 12.30 Uhr unter der Überschrift „Konservative stationäre Therapie beim Kreuzschmerz – Geht doch“ erfahrene Referenten über das innovative ANOA-Konzept informieren. Die konkreten Themen: „Stationäre Schmerztherapie – Funktion oder Psyche?“, „Stationäre Therapie bei spezifischem Kreuzschmerz – wann wird das bezahlt“ und „DRG und OPS bei stationärer Therapie von Kreuzschmerzen – wieviel Geld gibt es eigentlich?“

Als Referenten anwesend sein werden: Dr. Jan Holger Holtschmit (Marienhausklinik St. Joseph Losheim am See), Dr. Wolfram Seidel (Sana Kliniken Sommerfeld), Prof. Dr. Bernd Kladny (Fachklinik Herzogenaurach), Dr. Matthias Psczolla (Loreley-Kliniken St. Goar Oberwesel).

ANOA-Konzeptbuch jetzt im Fachbuchhandel erhältlich
Interessenten, die keine Zeit haben, die ANOA-Vorträge auf den beiden bevorstehenden Kongressen zu verfolgen, und gerne mehr über das Konzept erfahren möchte, finden auf der Homepage der ANOA www.anoa-kliniken.de weiterführende Informationen.

Kürzlich erschienen ist zudem das umfassende Fachbuch „Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems“, das auf 446 Seiten einen detaillierten Einblick in das ANOA-Konzept und seine Prozesse liefert. Das Buch erscheint im Wissenschaftsverlag De Gruyter und ist im Fachbuchhandel zum Preis von 99,95 Euro erhältlich.

Bestellungen auch unter: https://www.degruyter.com/view/product/476232?format=G

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info@anoa-kliniken.de
www.anoa-kliniken.de

Über ANOA
Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.

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