Faszien trainieren wie die Fußballprofis

von Ida Gaus

Am Aktionstag gegen den Schmerz dreht sich dieses Jahr alles um den Megatrend Faszien. Schmerztherapeuten geben zudem Einblicke in die Behandlung von Fußballprofis

(Kassel/05.06.18) Faszien ziehen sich durch den gesamten Körper und gelten als neue Geheimwaffe im Kampf gegen den Rückenschmerz. Am Dienstag, den 05. Juni 2018 ab 9.30 Uhr informiert Chefarzt Dr. Andreas Böger anlässlich des Aktionstages gegen den Schmerz über neue Forschungsergebnisse und Therapieerfolge im Bereich der Schmerzmedizin. Neben Impulsvorträgen und einer thematischen Konzeptausstellung haben Betroffene und Interessierte die Möglichkeit, in der Hansteinstraße 29 in Kassel ein spezielles fasziales Workout zu erlernen. Passend zur bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft zeigen die Experten der Klinik für Schmerzmedizin, wie Leistungssportler das Faszientraining präventiv und im Falle einer Verletzung einsetzen

Therapieerfolge in der Klinik machen Schmerzpatienten Mut

Bislang lassen sich nur 20 Prozent der Rückenschmerzen auf eine eindeutige Ursache zurückführen. Durch neue Messmethoden wie hochauflösende Ultraschallgeräte gelten die Faszien als heißer Kandidat im Kampf gegen Kreuzschmerzen. Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin an den DRK-Kliniken Nordhessen, behandelt die Faszien seit längerer Zeit mit osteopathischen und physiotherapeutischen Methoden und berichtet von vielversprechenden Therapieerfolgen. „Mit der Triggerband-Methode konnten wir bei mehreren Patienten den für die Schmerzreduktion so wichtigen Bewegungsradius um bis zu 120 Grad erhöhen“, betont der Facharzt für Manuelle Therapie und Chirotherapie. Bei dieser Technik geht der Therapeut mithilfe seines Daumens den Schmerzverlauf nach, um aufgespaltete oder verdrehte Faszien und Kalziumeinlagerungen in den Griff zu bekommen. Bei der Behandlung von Profifußballern gehört diese Methode zum Standardrepertoire und wird am Aktionstag demonstriert.

Faszientraining statt Opioide und OP

Die Klinik für Schmerzmedizin nutzt den „Aktionstag gegen den Schmerz“ seit Jahren, um auf eine Fehlentwicklung im Bereich der Schmerztherapie aufmerksam zu machen. „In Deutschland werden immer noch zu viele Schmerzpatienten mit Opioiden ruhiggestellt oder kommen unnötig unter das Messer“, beklagt Dr. Böger, der von seinen Ärztekollegen den Spitznamen „Mr. Multimodal“ erhalten hat. Der Name ist Programm: Die Multimodale Schmerztherapie geht davon aus, dass neben körperlichen Symptomen auch die Psyche und das soziale Umfeld berücksichtigt werden müssen. Deswegen kommt an den DRKKliniken Nordhessen bei der Behandlung chronischer Schmerzen ein fachübergreifendes Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen zum Einsatz. Auf Basis einer sorgfältigen Untersuchung wird ein Therapiekonzept entwickelt, das sowohl schulmedizinische als auch komplementäre Behandlungsformen wie Qi Gong, die Spiegeltherapie oder das Faszientraining beinhaltet.

Über die Klinik für Schmerzmedizin an den DRK-Kliniken Nordhessen

Mit 42 stationären, acht tagesklinischen Behandlungsplätzen sowie einer angeschlossenen Schmerzambulanz gehört die Klinik für Schmerzmedizin zu den größten Schmerzzentren Deutschlands und stellt die größte Schmerzklinik in Hessen dar. Chefarzt Dr. Andreas Böger ist darüber hinaus Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e. V. sowie Regionalleiter der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

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