Neues ANOA-Fachbuch

von Julia Gräff

„Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems“ ab sofort erhältlich / Das Werk von 34 Autoren bietet u.a. einen detaillierten Einblick in das ANOA-Konzept und seine Prozesse

Berlin, den 23. Mai 2018:  Nachdem die konservative Orthopädie im stationären Bereich rund zwei Jahrzehnte lang von der operativen Orthopädie in den Hintergrund gedrängt wurde, befindet sie sich nun zunehmend im Aufwind. Eine Entwicklung, die auch auf die intensiven Aktivitäten der ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) zurückzuführen ist. Jetzt sorgt die Arbeitsgemeinschaft dafür, dass dem Thema „nicht-operative Komplex-Behandlungen im Krankenhaus“ weitere Bedeutung zukommt: Unter dem Titel „Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems“ gibt sie ein übersichtliches Konzeptbuch heraus, das ab sofort erhältlich ist.

 „In unserem neuen Fachbuch wird die Komplexbehandlung für Erkrankungen des Bewegungssystems im Krankenhaus unter Berücksichtigung funktioneller Herangehensweisen, die von uns in der langjährigen Praxis erprobt wurden, erstmals umfassend beschrieben“, sagt Dr. Wolfram Seidel, Präsident der ANOA und Mitherausgeber des Buches. Vor allem die Frage ‚Wie können Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems individuell, befundgerecht und effektiv behandelt werden?’ stünde dabei im Mittelpunkt. „Viele Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen werden heute nach wie vor monomodal behandelt“, beschreibt der ANOA-Präsident den Status quo.  „Sie erhalten beispielsweise eine Spritze oder eine Physiotherapie bzw. werden im Krankenhaus häufig nicht in den entsprechenden Fachabteilungen betreut. Die Konsequenz: Da funktionelle, neurophysiologische und psychosoziale Aspekte der Erkrankungen nicht im Gesamtzusammenhang gesehen werden, wird den Patienten nur für den Moment geholfen, aber nicht langfristig.“

Mit ihrem neuen Fachbuch wenden sich die sechs Herausgeber daher an Ärzte, Psychologen, Therapeuten verschiedener Berufsgruppen, Gesundheitswissenschaftler, Politiker aus dem Gesundheitsbereich, Krankenkassen sowie interessierte Patienten. Ziel ist es, mit Hilfe des kompakten Buches ein Bewusstsein zu schaffen für die Komplexität der Erkrankungen, die Notwendigkeit der Einbeziehung des Patienten sowie schlussendlich für die nachhaltigen Möglichkeiten konservativer Verfahren.

Konzept der ANOA: innerhalb von 15 Jahren stetig weiterentwickelt

Die ANOA kann dabei auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen: Seit nunmehr 15 Jahren

behandelt der Verbund Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen und hat dafür multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte entwickelt. „Das ANOA-Konzept verbindet orthopädische, manualmedizinische-funktionelle, physiotherapeutische, psychotherapeutische sowie schmerzmedizinische Diagnostik- und Behandlungsansätze“, erläutert Dr. Wolfram Seidel.

Einen detaillierten Einblick in das ANOA-Konzept und seine Prozesse liefert auch das neue Buch „Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems“, an dem insgesamt 34 Autoren – renommierte Ärzte, Therapeuten, Sportlehrer, Psychologen sowie Pflegemitarbeiter.

Thematisiert werden weiterhin zentrale Aspekte wie die Individualisierung und Standardisierung in der multimodalen Komplextherapie des Bewegungssystems, Team und Teamwork, Behandlungsqualität und Qualitätssicherung, strukturelle Voraussetzungen und Abrechnung im DRG-System, die motivierende Einbeziehung des Patienten in seine Behandlung sowie nicht zuletzt die wissenschaftliche Datenlage zur Entstehung und Chronifizierung von Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems.

Vom praktischen Manual zum umfangreichen Fachbuch

Das Buch ist in sechs übersichtliche Themenbereiche (Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems, Versorgungslage von Erkrankungen des Bewegungssystems, Multimodale interdisziplinäre Komplex-behandlung des Bewegungssystems – Grundlagen, Multimodale interdisziplinäre Komplexbehand-lung des Bewegungssystems – Diagnostik, Multimodale interdisziplinäre Komplexbehandlung des Bewegungssystems – Therapie sowie Spezielle Therapieverfahren im Rahmen der zur multimodalen interdisziplinären Komplexbehandlung des Bewegungssystems) und insgesamt 34 Kapitel gegliedert.

Ursprünglich geplant war die Herausgabe eines hundertseitigen Manuals mit praktischen Anleitungen und Empfehlungen für die Arbeit am und mit den Patienten gemäß dem ANOA-Konzept. Dank der engagierten Mitarbeit vieler hochqualifizierter Autoren findet der Leser nun ein umfangreiches Fachbuch vor – mit interessanten und praxisrelevanten Aspekten zur Anwendung in der täglichen klinischen Arbeit.  

Das 446-seitige Buch erscheint im Wissenschaftsverlag De Gruyter und ist im Fachbuchhandel zum Preis von 99,95 Euro erhältlich.

Bestellungen auch unter: https://www.degruyter.com/view/product/476232?format=G

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Über ANOA
Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.    

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