Vorträge zum ANOA-Konzept

von Ida Gaus

am Sonnabend auf dem DGPMR-Kongress

  • Vom 20.-22. September steht auf dem renommierten Jahreskongress in Jena das Bewegungssystem im Fokus
  • Vorträge unter anderem zur Bedeutung moderner Diagnostikverfahren und deren Umsetzung im Alltag
  • Aktuelle Erkenntnisse wie z.B. aus der Physikalischen Medizin, von multimodalen Komplexbehandlungen und der Rehabilitation stehen ebenfalls auf dem Programm
  • Umfassende Informationen zum ANOA-Konzept am 22. September um 13 Uhr

Berlin, den 19. September 2018 Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems zählen heute zu den häufigsten Beschwerden in den Industrienationen. Etwa drei Viertel der Menschen leiden ständig oder zumindest gelegentlich unter Rückenschmerzen. Die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR) macht dieses aktuelle Thema am kommenden Wochenende zum Gegenstand ihres 123. Jahreskongresses.

„From Evidence to Practice – Das Bewegungssystem im Focus“ lautet der Titel des Kongresses, der vom kommenden Donnerstag, 20. September, bis zum Sonnabend, 22. September, in Jena stattfindet. Aktuelle Erkenntnisse aus der Physikalischen Medizin sowie aus der Rehabilitation stehen während der dreitägigen Veranstaltung ebenso auf der Agenda wie die Vorstellung des ANOA-Konzeptes. Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind.

ANOA-Konzept: Patientenproblem steht im Mittelpunkt
„Das Besondere am ANOA-Konzept, das in den vergangenen 15 Jahren vielfach erprobt und stetig weiterentwickelt wurde, ist ganz eindeutig die Orientierung am Patientenproblem“, hebt Dr. Wolfram Seidel (Präsident der ANOA und Chefarzt der Klinik für Manuelle Medizin, Sana Kliniken Sommerfeld) hervor. „Bei der Untersuchung sowie der Behandlung des Patienten im Krankenhaus finden mit Hilfe dieses Konzeptes erstmalig alle Ursachen und Einflussfaktoren für das aktuelle Krankheitsbild Berücksichtigung. Schließlich geht es hierbei um Betroffene, die ein multifaktorielles Krankheitsbild haben und dementsprechend ist natürlich auch eine multifaktorielle Herangehensweise unumgänglich,“ so der ANOA-Präsident weiter. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stünden daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage insbesondere unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Weiterführende Erläuterungen hierzu gibt Dr. Stephan Vinzelberg (Klinik für Manuelle Medizin, Sana Kliniken Sommerfeld) während des DGPMR-Jahreskongresses in seinem Vortrag „Das ANOA-Konzept – multimodale Komplexbehandlung bei Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems und die Umsetzung in der Klinik“.

Spezifische Diagnostik und Therapie erforderlich
Etwa zehn Prozent der unter Rückenschmerzen leidenden Patienten entwickeln eine chronische Erkrankung und um diese rechtzeitig zu verhindern bzw. gezielt anzugehen, ist eine frühzeitige Untersuchung aller Ursachen und Einflussfaktoren unumgänglich. Über das Thema „Funktionserkrankung und Funktionsstörung beim Schmerz – spezifische Diagnostik und Therapie“ informiert Dr. Wolfram Seidel auf dem DGPMR Jahreskongress in Jena.

Psychodiagnostik und Psychotherapie: wichtige Bestandteile des ANOA-Konzeptes
In der Regel ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das Schmerzen im Bewegungssystem des Patienten verursacht. So leiden schätzungsweise zwei Drittel der chronischen Rückenpatienten unter einer Kombination aus psychischen und funktionellen Einflussfaktoren. In seinem Vortrag „Psychologie und Psychotherapie bei Schmerz- und Funktionserkrankungen des Bewegungssystems – was ist nötig?“ informiert Wolfgang Ritz (Dipl.-Psych. Sana Kliniken Sommerfeld) über dieses relevante Thema.

Abgerundet wird die ANOA-Vortragsreihe am kommenden Sonnabend in Jena mit den Themen „ANOA – Vorstellung eines Leitfadens (Dr. Kay Niemier Rückenzentrum am Michel) sowie „Myofasziale Dysfunktion aus der Leitlinie LBP begründen“ (Dr. Wolfram Seidel und Dr. Kerstin Engel Klinik für Manuelle Medizin, Sana Kliniken Sommerfeld).

Der bevorstehende Kongress wird von der Thüringer Landesärztekammer als Fortbildungsveran-staltung anerkannt. Weitere Informationen sind unter www.dgpmr.de abrufbar.

ANOA-Konzeptbuch jetzt im Fachbuchhandel erhältlich
Interessenten, die keine Zeit haben, die ANOA-Vorträge auf dem Jahreskongress der DGPMR zu verfolgen, und gerne mehr über das Konzept erfahren möchte, finden auf der Homepage der ANOA www.anoa-kliniken.de weiterführende Informationen.

Kürzlich erschienen ist zudem das umfassende Fachbuch „Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems“, das auf 446 Seiten einen detaillierten Einblick in das ANOA-Konzept und seine Prozesse liefert. Das Buch erscheint im Wissenschaftsverlag De Gruyter und ist im Fachbuchhandel zum Preis von 99,95 Euro erhältlich.

Bestellungen auch unter: https://www.degruyter.com/view/product/476232?format=G

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Über ANOA

Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.

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